Aus Altfetten wird grüne Energie: Neue Abgabemöglichkeit beim V+E Waltrop
Die Einführung dieser Sammelmöglichkeit ist eine Initiative von Bürgermeister Marcel Mittelbach und wurde durch Bernd Funke, Chef des Ver- und Entsorgungsbetriebs Waltrop AöR (V+E), sofort als Pilotprojekt unterstützt. Die Sammelstelle befindet sich an der Adresse Im Wirrigen 36, Waltrop, und die Abgabe ist zu den regulären Öffnungszeiten des V+E möglich.
Damit leisten die Bürgerinnen und Bürger von Waltrop nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, sondern helfen auch mit, wertvolle Energie zu gewinnen. Der neue Service wird in Waltrop gemeinsam mit der ReFood GmbH & Co. KG aus Selm angeboten. Mehr als 160 Kommunen in ganz Deutschland beteiligen sich bereits an dem Projekt.
Yelena Znamenacek-Ebert, Koordinatorin für das Projekt „Mit Altfetten die Umwelt retten“ bei ReFood, erklärt: „Was zu Hause als lästiger Rest anfällt, ist eigentlich ein wertvoller Rohstoff. Aus gebrauchten Fetten entsteht grüne Energie – Strom, Wärme und sogar Biodiesel. So tragen wir gemeinsam zur CO2-Reduktion und zum Klimaschutz bei.“
Die gesammelten Fette werden zu wertvoller Energie umgewandelt. Schon aus 100 Kilogramm Altfett lassen sich rund 83 Kubikmeter Biomethan, 300 Kilowattstunden Strom oder 90 Kilogramm Biodiesel gewinnen – das reicht nach Angaben von ReFood, um eine Wohnung einen Monat lang zu heizen, einen Kühlschrank über zwei Jahre zu betreiben oder ein Auto bis zu 1.000 Kilometer weit fahren zu lassen.
Gesammelt werden können Frittier- und Bratfett, abgelaufene Butter, Antipasti-Fett, Salat- oder Fondue-Öl. Am besten wird das Altfett in leeren Joghurtbechern, Speiseölflaschen oder ähnlichen Behältern gesammelt und zum Recyclinghof gebracht.
Wichtig: Bitte achten Sie darauf, dass nur Speisefette und -öle gesammelt werden. Motor- oder Schmieröle sowie Speisereste oder andere ähnliche Flüssigkeiten dürfen nicht hineingegeben werden.
Neben dem Vorteil für die Umwelt hat die Sammlung noch einen ganz praktischen Nutzen: „Wenn Fette richtig entsorgt werden, landen sie nicht im Abfluss und sorgen so auch nicht für verstopfte Rohre oder Mehraufwand in Kläranlagen. Das entlastet die kommunale Infrastruktur – und stärkt das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung“, erklärt Bernd Funke.