Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ feierlich eröffnet

Im Rathaus
Anlässlich des Weltfrauentags rückt die Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland" im Rathaus Waltrop (1. OG) ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte in den Fokus: Das Leben, der Alltag und der Kampf um Gleichberechtigung von Frauen in Ost und West.

Wie haben Frauen in der Bundesrepublik und in der DDR ihren Alltag bewältigt? Welche Freiheiten hatten sie, und gegen welche Widerstände mussten sie kämpfen? Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung durch Bürgermeister Marcel Mittelbach, VHS-Leiterin Alexandra Wittor und die Gleichstellungsbeauftragte Mareike Berweger fanden sich jetzt zahlreiche Gäste ein, um gemeinsam auf die bewegten Biografien einer Generation zurückzublicken, die Deutschland entscheidend geprägt hat.

Bürgermeister Marcel Mittelbach betonte in seiner Begrüßung, dass es nach wie vor gelte, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Rollenbilder wandelbar und verhandelbar sind. "Denn wir alle tragen dafür Verantwortung, dass unsere Gemeinschaft und Gesellschaft unter Berücksichtigung der Ressourcen und Fähigkeiten aller Geschlechter gut funktioniert."

Die deutsche Teilung sei zwar längst Geschichte, dennoch gebe es Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden", sagte Alexandra Wittor. "Die Westfrau wird oft als ,Heimchen am Herd' oder Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen steht ,ihren Mann', wird als tough oder Rabenmutter bezeichnet. Die Ostfrau gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit. Die Liste der Zuschreibungen ist lang."

Umso lohnenswerter ist ein Blick auf die Ausstellung, die eindrucksvoll zeigt, dass die Wege zur Gleichstellung in den beiden deutschen Staaten sehr verschieden verliefen. 

Die Ausstellung lade dazu ein, über heutige Rollenbilder zu diskutieren und die Leistungen der Frauen zu würdigen, die den Boden für die heutige Generation bereitet haben, so Mareike Berweger: "Gemeinsamkeiten finden sich nur im Dialog, Unterschiede lassen sich im Gesprächen klären, Besonderheiten sind es wert darüber zu sprechen." 

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. April 2026 für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich und im ersten Geschoss des Rathauses Waltrop, Münsterstraße 1, zu den Öffnungszeiten des Rathauses sehen (barrierefreier Zugang).

Sechs Personen stehen im Rathausflur in Waltrop vor diversen Exponaten einer Ausstellung zum Weltfrauentag.
Gemeinsam mit VHS-Leiterin Alexandra Wittor (3.v.li.) und Gleichstellungsbeauftragte Mareike Berweger (3. v. r.) eröffnete Bürgermeister Marcel Mittelbach (2.v.li.) die Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland".