Zeitenwende und Weltordnung: Deutschlands neue Rolle zwischen Krisen und Verantwortung
Ukraine, Gaza, Iran, Sudan – die globale Landkarte ist übersät mit Konflikten, die sich zuspitzen. Die Zahl der internationalen Krisen wächst – und mit ihr der Druck auf Deutschland, eine aktivere Rolle in der Weltpolitik zu übernehmen. Doch wie konnte es so weit kommen? Und was bedeutet es konkret, wenn Berlin von einer Zeitenwende spricht?
Christoph Heusgen, einer der erfahrensten außenpolitischen Köpfe der Bundesrepublik, wirft in seinem Vortrag einen tiefgreifenden Blick auf die tektonischen Verschiebungen der internationalen Ordnung. Als langjähriger außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel und späterer UN-Botschafter kennt er die diplomatischen Machtzentren der Welt aus nächster Nähe.
Für ihn markiert die von Kanzler Scholz ausgerufene „Zeitenwende“ nicht nur einen historischen Wendepunkt – sie war der Auftakt zu einer dringend notwendigen Neuausrichtung deutscher Außenpolitik. Der Systemwettstreit verläuft heute nicht mehr entlang ideologischer Grenzen zwischen Ost und West, sondern zwischen Gewalt und Recht, zwischen Machtpolitik und regelbasierter Ordnung.
Welche Rolle kann – und soll – Deutschland dabei einnehmen? Welche Führungsstärke verlangt das internationale Umfeld und ist in unserem Land mit unserer Geschichte vermittelbar? Und welche Plattformen – wie etwa die Münchner Sicherheitskonferenz – können zur Lösung beitragen?
Ein Vortrag, der Orientierung bietet in außergewöhnlich unruhigen Zeiten – und zum Nachdenken über Verantwortung, Einfluss und Zukunftsgestaltung anregen soll.