"Leben in einer Angstgesellschaft": Die soziale Natur der Angst
Angst ist, wie uns Diagnosen mitteilen, eine zentrale Empfindung der spätmodernen Gesellschaft. Sie tritt überall auf, wo zwischen den Menschen Machtunterschiede und Abhängigkeitsverhältnisse bestehen und wo mit Mitteln von Druck und Drohung operiert wird.
Sie lässt uns soziale Normen beachten, Gefährlichem aus dem Wege gehen, unter Umständen gewalttätig und süchtig werden.
In dem Seminar über elf Abende geht es um die Vergegenwärtigung der sozialen Natur der Angst. Dazu wird besprochen, was Angst als verkörperte Enge im Einzelnen auszeichnet, welche Bedingungen sie hervorbringen und was über ihre Verbreitung und ihren Wandel bekannt ist. Besondere Beachtung erhalten Ansätze und Probleme ihrer Bewältigung.
Das Seminar findet an elf Abenden statt und wird von Prof. Friedrich W. Stallberg geleitet.