Hannah Arendt: „Banalität des Bösen“

Vortrag und Diskussion im HBBK-Foyer
Am 9. März 2026 um 19.30 Uhr lädt die Volkshochschule Waltrop (VHS) zum Vortrag mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ins Haus der Bildung, Begegnung und Kultur (HBBK, Ziegeleistraße 14, 45731 Waltrop) ein.

Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (1906–1975) ist eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. 

Bei ihrer Suche nach Gründen für die Gräuel der Nationalsozialisten hat sie 1961 den Prozess gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann in Jerusalem beobachtet. Er organisierte die Verfolgung, Vertreibung und Deportation von Millionen Juden und war für deren Ermordung verantwortlich. Was war das für ein Mensch, der das tun konnte? Sie sah in ihm jemanden von „ganz ungewöhnlicher Beflissenheit“, einen „gesetzestreuen Bürger“, der keine „teuflisch-dämonische Tiefe“ hatte. 

Daraus prägte sie den Begriff von der „Banalität des Bösen“, weswegen sie kritisiert und angefeindet wurde. Um die Frage nach dem Bösen, die Psyche der Täter und Vollstrecker, die Machtmechanismen totalitärer Systeme und die Unterwerfungsbereitschaft der Menschen geht es in dem Vortrag, der mit aktuellen Bezügen zu Gesellschaft und Politik ergänzt wird. 

Info zum Referenten
Prof. Dr. Hufer

Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ist Professor an der Fakultät Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Er hat zahlreiche Bücher, Buchbeiträge und Aufsätze in Zeitschriften zur politischen Bildung verfasst.

Info zur Veranstaltung
Kontakt, Kosten und Anmeldung
Auf dem Bild: Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer (2024)
Auf dem Bild: Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer (2024)