Inklusionspreis 2026 für das Waltroper Unternehmen "Moderne Floristik Steinbrecher"
In der Kategorie „Kleine Unternehmen” ist der Floristik- und Eventbetrieb Steinbrecher aus Waltrop für sein inklusives Geschäftsmodell ausgezeichnet worden. "Aus einem klassischen Floristikbetrieb entstand ein Inklusionsbetrieb, in dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in allen Bereichen tätig sind – einschließlich des direkten Kundenkontakts", heißt es in der Mitteilung zum Inklusionspreis. Die Arbeitsplätze und Qualifizierungswege würden individuell auf die Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale der Beschäftigten abgestimmt. Um Inklusion nachhaltig im Betrieb zu verankern, seien Arbeitsabläufe, Kommunikationswege und Teamstrukturen gezielt weiterentwickelt worden.
Die inklusive Personalstrategie sichere die benötigten Fach- und Arbeitskräfte, stärke Motivation und Mitarbeiterbindung und trage durch den Kundenkontakt dazu bei, Inklusion über den Betrieb hinaus in die Gesellschaft hineinzutragen. Der Betrieb zeige zudem beispielhaft, dass der Übergang aus einer Werkstatt für behinderte Menschen in eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gelingen kann.
Bürgermeister Marcel Mittelbach gratulierte Inhaberin und Floristmeisterin Birgit Honvehlmann und ihrem Team herzlich anlässlich der Auszeichnung. Diese sei eine wunderbare Anerkennung für das herausragende Engagement des Teams von "Steinbrecher", Vielfalt und Miteinander im Arbeitsalltag aktiv zu leben.
Die weiteren Gewinner des Inklusionspreises 2026 sind die SMS group GmbH in der Kategorie „Große Unternehmen und Konzerne”: Die international tätige Unternehmensgruppe im Maschinen- und Anlagenbau erhalte die Auszeichnung für ihren ganzheitlichen und strategisch verankerten Ansatz zur Inklusion. Die Cummins Deutschland GmbH wurde in der Kategorie „Mittelständische Unternehmen” ausgezeichnet. Die deutsche Tochter des internationalen Technologieunternehmens Cummins wurde für ihr praxisnahes und nachhaltig angelegtes Konzept zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen prämiert.
Anlässlich der Auszeichnungen sagte Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und Sprecher der Initiierenden (siehe Info-Kasten): "Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen weit mehr ist als gelebte gesellschaftliche Verantwortung – sie ist ein Gewinn für alle.“
Schirmherrin des Preises ist Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie ist überzeugt: „Unternehmen, die inklusiv denken und handeln, ermöglichen nicht nur die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Sie sichern sich damit auch engagierte Fachkräfte und steigern ihre Attraktivität durch eine vielfältige Unternehmenskultur."