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Auf dem Bild: Arbeit am Schreibpult. Text im Bild: Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, Beschulung in NRW. Foto: freepik.com
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Kombination von eingeschränktem Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz bis zu den Sommerferien – Wiederaufnahme des Unterrichts an Grundschulen und Primarstufen der Förderschulen am 07.05.2020
Datum
04.05.2020
Meldung

DIESE MELDUNG WURDE AKTUALISIERT UND URSPRÜNGLICH AM 04.05.2020 VERÖFFENTLICHT.

In diesem Schuljahr wird es aller Voraussicht nach keine Rückkehr zum „normalen“ Unterricht an den Schulen geben. Allerdings sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler mindestens an einem Tag in der Woche Präsenz-Unterricht und somit wichtige Unterstützung beim Lernen auf Distanz erhalten. In NRW gibt es das bereits für die Abschlussklassen weiterführender Schulen. Die Grundschul- und Förderschul-Abschlussklassen erhalten ab dem 7. Mai 2020 Unterricht (ausgenommen Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung), Kinder aus den übrigen Grundschul- und Förderschuljahrgängen voraussichtlich und vorerst noch unter Vorbehalt ab dem 11. Mai 2020 – allerdings verbunden mit Einschränkungen und Regelungen und zumeist vorerst an einem Tag in der Woche.

Die Schulen erarbeiten vorbehaltlich der noch ausstehenden Beratungen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020 entsprechende Konzepte, die Planungssicherheit bis zum Schuljahresende gewährleisten sollen.

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Die Länder haben in der Ministerpräsidentenkonferenz entschieden, dass ab dem 4. Mai 2020 vorzugsweise die 4. Grundschulklassen sowie Abschlussklassen des kommenden Jahres in den Unterricht zurückkehren können. Für die Zeit darüber hinaus hat die Kultusministerkonferenz entsprechende Empfehlungen erarbeitet. 

In Nordrhein-Westfalen nehmen Abschlussklassen weiterführender Schulen schon seit dem 23. April 2020 wieder Präsenzunterrichtsangebote wahr. Unterrichtsstarts für weitere Schülergruppen – und damit die Wiederaufnahme des Unterrichts an den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen – ist für Donnerstag, den 7. Mai 2020 vorzusehen. An den ersten beiden Tagen, also am 7. und 8. Mai 2020, soll zunächst nur Unterricht für Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen stattfinden. Ausgenommen sind derzeit noch die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung. Ab dem 11. Mai 2020 sollen in einem tageweise „rollierenden“ System die Kinder der übrigen Grundschul- und Förderschuljahrgänge wieder an mindestens einem Tag in der Woche in die Schulen gehen können. 

Parallel zur Wiederaufnahme des eingeschränkten Unterrichtsbetriebes wird die Notbetreuung fortgeführt und ist auf weitere berufliche Tätigkeitsbereiche (u. a. Alleinerziehende - berufstätig oder in Prüfungen) ausgeweitet worden. Grundlage bildet die Corona-Betreuungsverordnung (CoronaBetrVO) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die mit Wirkung vom 27. April 2020 angepasst wurde. 

Die Wiederaufnahme von OGS- und anderen Betreuungsformen in den Primarstufen ist mit weitergehenden Fragestellungen (z.B. Mittagsverpflegung) verbunden, die mit den Kommunen und den Trägern zu klären sind. Hier wird es von Ort zu Ort und Schule zu Schule individuelle Vereinbarungen über die Wiederaufnahme und den Umfang der Betreuung geben müssen. Aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Klassen in Abhängigkeit von Raum- und Klassenstärke halbiert. 

Jede Grund- und Förderschule erarbeitet ein Unterrichtskonzept, das nach Möglichkeit und vorbehaltlich noch ausstehender Beratungen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020 für Planungssicherheit bis zum Ende des Schuljahres sorgen soll. Folgende Eckpunkte für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes sollen dabei berücksichtigt werden:

  • Bis zu den Sommerferien erhalten die Schülerinnen und Schüler aller vier Jahrgangsstufen den gleichen Zugang zu Schule und Unterricht. Gleichzeitig muss die Notbetreuung weiter angeboten werden.
  • Wenn Lerngruppen in der Regel zumindest halbiert werden müssen und nicht alle Lehrkräfte für Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, dann wird ein solcher Unterricht nur jeweils an einem einzelnen Tag möglich sein. Im Laufe einer Woche ergibt sich daraus ein „rollierendes“ System mit tageweisem Unterricht für nur einzelne Jahrgangsstufen. Dies bedeutet eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz.
  • Ein „Schichtbetrieb“, bei dem an einem Tag unterschiedliche Schülergruppen verschiedener Jahrgänge zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Schule kommen, ist ausgeschlossen.
  • Jede Schule passt diese Mindestvorgaben auf ihre individuelle Situation an. Alle Planungen sollen auf Sicherheit ausgelegt sein, so dass bei immer möglichen Personalengpässen – ganz unabhängig von Corona – keine sofortigen Anpassungen erfolgen müssen. 
  • Ein so rollierendes System – zumal bei Feiertagen und Ferien an Pfingsten – führt dazu, dass die einzelnen Jahrgangsstufen nicht immer am selben Wochentag in der Schule sein werden. Um Eltern dennoch eine Planungssicherheit für die letzten sieben Schulwochen zu geben, ist ein Unterrichtsplan für alle Jahrgänge für die Zeit bis zu den Sommerferien zu erstellen.
  • Der Umfang des Unterrichts an Präsenztagen hängt wesentlich von den Möglichkeiten der einzelnen Schule ab. Der Präsenztag soll gleichwohl für die Kinder als ganztägiges Angebot – also auch unter Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztag konzipiert werden.
  • Bei der Pausen- und Wegegestaltung ist unbedingt darauf zu achten, dass nicht alle am Präsenztag anwesenden Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt in die Pause gehen, um hier mögliche Kontakte zu reduzieren. 

Es wird für dieses Schuljahr aller Voraussicht nach schulrechtliche Anpassungen geben. Dem Landtag liegt ein Gesetzentwurf sowie dazugehörige Änderungen an den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen aller Schulformen vor.

Sämtliche Schritte der Schulöffnung für die Klassen 1 bis 3, die frühestens ab dem 11. Mai 2020 realisiert würden, stehen unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden Beratungen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020.

ZUSAMMENFASSUNG

Soweit die bisherigen Beschlüsse der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin sowie der entsprechende Beschluss der Kultusministerkonferenz über den 6. Mai 2020 hinaus Bestand haben, bedeutet das für die Grund- und Förderschulen in NRW: 

  • Beginn der Schulöffnungen am 7. Mai 2020 zunächst mit den Viertklässlern,
  • ab dem 11. Mai ein Jahrgang pro Werktag in der Schule, 
  • an einem Tag so viel Unterricht und Betreuung wie möglich,
  • nach einem festen Plan bis zu den Sommerferien
  • bei Fortsetzung der Notbetreuung.


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Auf dem Bild: Arbeit am Schreibpult. Text im Bild: Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, Beschulung in NRW. Foto: freepik.com