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Auf dem Bild: Eingang zum Haus der Bildung und Kultur in der Ziegeleistraße 14. Foto: Stadt Waltrop
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Waltrop nimmt am neuen Förderprogramm „Dritte Orte“ teil – Im Haus der Bildung und Kultur soll ein Ort der Identifikation und des Austausches entstehen
Datum
12.06.2019
Meldung

17 Projekte erhalten im Rahmen des Programms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ eine Konzeptförderung des Landes. Insgesamt 150 Bewerbungen aus ganz NRW hatte es gegeben. Mit dem Dritten Ort soll im Haus der Bildung und Kultur (Ziegeleistraße 14) ein Ort der Identifikation und des Austausches geschaffen werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger sind wenig verwurzelt in ihrer Stadt, viele sind Auspendler. In Waltrop wird deswegen ein neuer Ort der Begegnung entstehen. Die Jury des Förderprogramms hat die besondere Bedarfslage aufgrund des Übergangsbereichs zwischen urbanen (Ruhrgebiet) und ländlichen Gegenden betont, in dem sich Waltrop befindet und den Ansatz, dass Kultur als Impulsgeber für Stadtentwicklung verstanden wird, hervorgehoben.

Bürgermeisterin Nicole Moenikes betont, dass „die Förderung eine Chance ist, um die Entwicklung und die kulturelle Infrastruktur der Stadt Waltrop nachhaltig zu stärken.“ Auch im Haus der Bildung und Kultur ist man zufrieden über die erfolgreiche Bewerbung und die nun anstehende Förderung: „Es freut mich sehr, dass unser Antrag überzeugen konnte und bei mehr als 150 Mitbewerbern zu den besten zählte und wir von daher auch ausgewählt wurden“, sagt Clemens Schmale, Leiter der VHS Waltrop und Antragsteller.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser, hatte am 4. Juni 2019 bei einem Pressegespräch die Juryentscheidung für die erste Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ bekannt gegeben.

Gemeinsam mit Claus Hamacher, dem Beigeordneten für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen stellte er 17 Projekte vor, die bei einer individuellen und bedarfsorientierten Konzeptentwicklung eines Dritten Ortes mit bis zu 50.000 Euro für ein Jahr lang unterstützt werden. Insgesamt stehen für das Förderprogramm bis 2023 zehn Millionen Euro zur Verfügung.

„Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Stadt und Land bilden dabei keine Gegensätze, sondern tragen gemeinsam zu dieser Vielfalt bei. Besonders im ländlichen Raum steht die kulturelle Infrastruktur aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen vor neuen Herausforderungen und ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Wir brauchen daher eine Diskussion über neue Rollen und die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen ‚auf dem Land‘. Deshalb haben wir das Förderprogramm Dritte Orte aufgelegt. Denn Dritte Orte können ein Weg sein, Kultur im ländlichen Raum zu stärken und gleichzeitig neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu schaffen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser.

„Die Landesregierung hat mit dem Programm Dritte Orte einen kulturpolitischen Nerv getroffen. Die große Zahl der Bewerbungen, aber auch das rege und engagierte Interesse an der Auftaktkonferenz zeigen, wie groß der Bedarf und gleichzeitig das Potenzial für eine positive Zukunftsgestaltung im ländlichen Raum sind“, sagte Claus Hamacher, Beigeordneter für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen.


INFO
In den 1980er-Jahren vom amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg geprägt, beschreibt der Begriff des Dritten Ortes öffentliche Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Mit dem Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ unterstützt die Landesregierung Konzepte für die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen. Ziel ist die Entwicklung von neuen und die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden. In der mit 750.000 Euro ausgestatteten ersten Förderphase wird zunächst die Konzeptentwicklung von Dritten Orten unterstützt. Im Rahmen des Förderprogramms zeichnet sich eine Kultureinrichtung als Dritter Ort durch die Erfüllung weiterer Merkmale aus – dazu gehört vor allem der niedrigschwellige Zugang, eine einladende Atmosphäre, verschiedene Nutzungen sowie die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Das Spektrum ist damit sehr breit.

Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase finden Sie unter: www.dritteorte.nrw


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Auf dem Bild: Eingang zum Haus der Bildung und Kultur in der Ziegeleistraße 14. Foto: Stadt Waltrop