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Auf dem Bild: KiJuPa-Mitglieder gemeinsam mit Koordinatorin Britt Wagner und Bürgermeisterin Nicole Moenikes im Waltroper Rathaus. Foto: Stadt Waltrop
Überschrift
30 Jahre Kinderrechte: Das Geburtstagsjahr der Kinderrechte hat begonnen - KiJuPa Waltrop besucht das Rathaus
Datum
02.05.2019
Meldung

Das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Waltrop (Kijupa) war heute zu Besuch im Rathaus, um mit Hilfe eines eigens vorbereiteten Quiz heraus zu finden, wieviel die städtischen Mitarbeitenden über Kinderrechte wissen.

Sie alle schlugen sich gar nicht schlecht. Belohnt wurden die Bediensteten mit Siegermedaillen, Infokarten und einer Siegeruhrkunde. Am besten schnitt Bürgermeisterin Nicole Moenikes ab. Sie wusste die Antwort auf alle Fragen, die die Jugendlichen im Gepäck hatten: wann das Geburtsjahr der UN-Kinderrechtskonvention war, welche vier wichtigen Grundsätze sie beinhaltet, welche Länder bzw. Staaten mitwirken, in welchem Jahr sie gegründet wurde und wann der Weltkindertag ist.

1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mittlerweile wurde dieses Dokument von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet. Der Kinderrechtskonvention sind mehr Staaten beigetreten als allen anderen UN-Konventionen, nämlich alle Mitgliedsstaaten mit Ausnahme der USA. Zuletzt haben im Oktober 2015 Somalia und der Südsudan die Kinderrechtskonvention ratifiziert.

Die Konvention (Übereinkunft) legt weltweit wesentliche Standards zum Schutz der Kinder fest und stellt die Wichtigkeit von deren Wert und Wohlbefinden heraus. Die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Konvention beruht, beinhalten das Überleben und die Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder sowie deren Beteiligung.

Auch der Weltkindertag, der in Deutschland immer am 20. September gefeiert wird, soll auf die besonderen Rechte der Kinder hinweisen.

Grundsätzlich wurde seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 viel für Kinder erreicht: Mehr Investitionen für die ärmsten Kinder, bessere Schutzgesetze und breite Aufklärung haben Kindern Chancen und Perspektiven eröffnet. Hierdurch ist die Kindersterblichkeit deutlich gesunken und mehr Kinder gehen zur Schule.

Auch der Umgang mit Kindern hat sich verändert: Kinder werden heute viel eher ernst genommen. Und das Verständnis dafür, was Mädchen und Jungen in dieser entscheidenden Lebensphase brauchen, ist gewachsen.


INFO

Die zehn Grundrechte nach dem Übereinkommen über die Rechte von Kindern:

  • Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht;
  • Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit;
  • Das Recht auf Gesundheit;
  • Das Recht auf Bildung und Ausbildung;
  • Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung;
  • Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;
  • Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens;
  • Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit,
  • Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung;
  • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause;
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.


Auf dem Bild: KiJuPa-Mitglieder gemeinsam mit Koordinatorin Britt Wagner und Bürgermeisterin Nicole Moenikes im Waltroper Rathaus. Foto: Stadt Waltrop