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Auf dem Bild: Duo Tangoyim, Martin Brambach und Christine Sommer. Schrift im Bild: VHS Waltrop, Woche der Brüderlichkeit. Fotos: PR.
Überschrift
Konzert, Lesung, Stadtführung und Exkursion: VHS Waltrop lädt zur Woche der Brüderlichkeit
Datum
14.02.2018
Meldung

 

In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bietet die Volkshochschule Waltrop im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit in diesem Frühjahr eine Vielzahl von Veranstaltungen an. Es gibt ein Konzert im Kulturforum Kapelle und eine szenische Lesung im Waltroper Majestic Theater. Außerdem finden eine Stadtführung und eine Exkursion statt.

Los geht’s bereits am Sonntag, den 4. März mit einer Exkursion zur Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt - Der NS-Kunstraub und die Folgen“ in der Bonner Bundeskunsthalle (55,00 Euro inkl. Fahrt, Eintritt, Führung). Die Ausstellung konzentriert sich auf Werke, die verfolgungsbedingt entzogen wurden, sowie auf Werke, deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Vor allem werden in der Bonner Ausstellung die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Kunstsammler und Kunsthändler den Täterbiografien gegenüberstellt sowie der beispiellose Kunstraub der Nationalsozialisten in Deutschland und in den von den Nazis besetzten Gebieten thematisiert.

Am 11. März geht es im Kulturforum Kapelle weiter mit dem Klezmer-Konzert der Gruppe „Tangoyim“ (VVK: 12,50 Euro; AK 14,00 Euro). Mal heiter, mal melancholisch, mal ernst, mal ausgelassen, langsam und getragen oder rasch voranspringend - die Musik ist so vielseitig wie das Leben selbst. Klezmermusik, jiddische Lieder und Tangos - mit Geige, Akkordeon und Klarinette nimmt das Duo Tangoyim den Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Osteuropa, über den Balkan bis hin zur versunkenen Welt des jüdischen Shtetl und weiter ins Amerika der 20er Jahre.

Martin Brambach und Christine Sommer sind mit dem Text „Es wird schon nicht so schlimm“ von Hans Schweikart am 13. März im Waltroper Majestic Theater zu Gast (VVK: 8,50 Euro; AK: 10,00 Euro). Die beiden durch Bühne und Fernsehen bekannten Schauspieler bieten in einer szenischen Lesung Einblick in die auf einem realen Fall beruhende Geschichte eines Schauspielerpaares im Nationalsozialismus.

Zu guter Letzt findet am Sonntag, den 18. März die Stadtführung “Jüdisches Leben in Waltrop und das Dritte Reich“ mit Josef Schneider statt (6,00 Euro). In Zeiten, in denen Intoleranz und Ausgrenzung anderen religiösen oder politischen Überzeugungen oder anders lebenden Menschen gegenüber  wieder gesellschaftsfähig zu werden scheinen, kann ein Blick in die Vergangenheit, auch und insbesondere in die Vergangenheit der eigenen Heimatstadt, überaus nützlich sein.


INFO UND ANMELDUNG

Die Woche der Brüderlichkeit ist eine seit 1952 jährlich im März stattfindende Veranstaltung für die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. In diesem Jahr findet sie vom 11. Bis zum 18. März statt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in Waltrop und Anmeldungen unter Tel.: 02309-96260, per E-Mail unter vhs@vhs-waltrop.de, im Internet auf www.vhs-waltrop.de oder persönlich: Ziegeleistraße 14, 45731 Waltrop


Auf dem Bild: Duo Tangoyim (oben), Martin Brambach und Christine Sommer (unten). Schrift im Bild: VHS Waltrop, Woche der Brüderlichkeit. Fotos: PR.