Aktuelles aus Waltrop Archiv

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Bild: Paragraphen, Text im Bild: Schöffen gesucht, Grafik: SK Design, fotolia.com
Überschrift
Stadt Waltrop sucht Schöffen
Datum
16.01.2018
Meldung

Die Stadt Waltrop sucht Schöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023. Die Gemeindevertretung muss eine Vorschlagsliste mit Personen aufstellen, die am Amtsgericht Recklinghausen und Landgericht Bochum als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen könnten.

Es werden doppelt so viele Kandidaten vorgeschlagen, wie an Schöffen benötigt werden. Alle Kandidaten werden dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht vorgelegt, der in der zweiten Jahreshälfte 2018 aus diesen Vorschlägen die Haupt- und Hilfsschöffen wählen wird.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in Waltrop wohnen und am 01.01.2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen müssen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, ist von der Wahl ausgeschlossen.

Auch hauptamtlich in der oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Bewährungshelfer, Polizeivollzugsbeamte, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet.  Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - gesundheitliche Eignung.

Schöffen müssen bereit sein, Zeit zu investieren. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht ein großes Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen bewahrt werden.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung z.B. für eine mehrjährige Freiheitsstrafe nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

Schöffen müssen sich mit den Berufsrichtern beraten, auf den Angeklagten und andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.


BIS ZUM 01.03.2018 BEWERBEN!
Interessenten bewerben sich bitte schriftlich für das Schöffenamt in Erwachsenenstrafsachen bis zum 1. März 2018 beim Ordnungsamt der Stadt Waltrop, Münsterstr. 1, 45731 Waltrop (Tel.:02309 930329 oder 930237). Ein Formular kann auf dieser Seite oder www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

Bild: „Schöffen gesucht“, Grafik: SK Design, fotolia.com