Bürger des Jahres

Auszeichnung „Bürger des Jahres“

Seit 2006 werden in der Ratssitzung zum Ende des Jahres Waltroperinnen und Waltroper für besonderes bürgerschaftliches  Engagement geehrt. Die Waltroper, die sich seitdem „Bürger des Jahres“ nennen durften, haben wir hier für Sie portraitiert.


Bürger des Jahres 2006 – Karl Tüllmann

Karl_Tuellmann_-_Quelle_-_BSV_Oberwiese_200Karl Tüllmann, wohnhaft im Waltroper Stadtteil Oberwiese, hat sich für unsere Stadt in vielfältiger Weise engagiert. Er war jahrelang Geschäftsführer im Bürger- und Schützenverein Oberwiese. Während dieser Zeit setzte er sich gleichzeitig für die Belange des Ortsteils Oberwiese ein. Nach der Stilllegung der alten Straßenverbindung Recklinghausen-Waltrop konnte auf Betreiben von Karl Tüllmann die alte Straßenbahntrasse in einen Fuß/Radweg umgewandelt werden, der heute von vielen Bürgern genutzt wird. Sein besonderer Verdienst ist aber sein Einsatz für den Erhalt des alten Schiffshebewerks. Karl Tüllmann kämpfte erfolgreich für den Erhalt des Bauwerks. Es wurde renoviert und als Museum hergerichtet. Noch dazu hat er ein Archiv mit Bildern und Schriften des Schiffshebewerks angelegt und dem Westfälischen Industriemuseum Schiffshebewerk zur Verfügung gestellt. Dies alles hat den Rat der Stadt Waltrop bewogen, Karl Tüllmann zum „Bürger des Jahres 2006“ zu ernennen. (Bild: BSV Oberwiese)


Bürger des Jahres 2007 – Hans Jürgen Blodau

Hans Jürgen Blodau hilft mit seiner Frau zusammen Neubürgern der Stadt, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Waltrop kommen, bei der Eingliederung in ihre neue Heimat. Seit 1994 steht er mit seinem Team für diese Integrationshilfe zur Verfügung. Er betreute jahrelang die Neubürger bei ihren Behördengängen und unterstützte sie beim Verfassen von Schriftstücken. Ebenfalls hielt er immer Kontakt mit ihnen und organisierte Treffen im Bonhoeffer-Zentrum über die evangelische Kirchengemeinde. Hans Jürgen Blodau fand die Zeit für diese Zuwendung für seine Mitmenschen, obwohl er jahrelang durch seine Arbeit bei der RAG auf der Zeche Waltrop sehr eingespannt war. Für diese gemeinschaftlichen Dienste wurde Hans Jürgen Blodau von der Stadt Waltrop mit der Auszeichnung „Bürger des Jahres 2007“ geehrt. (Bild: Stadt Waltrop)

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Bürgerin des Jahres 2008 – Maria Uelbelhöde

Als 13-jährige flüchtete Maria Uelbelhöde mit ihrer Familie aus Ostpreußen, die neue Heimat wurde Waltrop, ein schwerer Neubeginn, der prägte. Bei Maria Uebelhöde stehen die Türen immer offen, diese Geste charakterisiert ihre Lebenseinstellung. Ob im Sozialausschuss der Kirchengemeinde St. Marien, bei der Betreuung von Obdachlosen oder im Rahmen ihres sozialen Engagements bei der Trauerbegleitung, ihre vielfältigen Verdienste zeigten stets ihr großes Herz für die Mitmenschen in ihrer Umgebung. Maria Uelbelhöde wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeindemitglieder der Stadt Waltrop mit der Auszeichnung „Bürgerin des Jahres 2008“ geehrt. Sie steht stellvertretend für viele Ehrenamtler, die im Verborgenen großes Engagement für ihre Mitmenschen zeigten und zeigen. (Bild: Stadt Waltrop)

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Bürger des Jahres 2009 –  Paul Reding

Als Künstler hat Paul Reding in vielen Bereichen der Stadt Waltrop mit seinem Kunstverstand Projekte unterstützt und begleitet. Die Grundausbildung des Künstlers erfolgte in den fünfziger Jahren. Von 1957 bis 1960 besuchte er die Fachschule für  Glasveredelung in Rheinbach bei Bonn, ist außerdem Absolvent der Königlichen Akademie in Den Haag. Der Kiepenkerl am  Kiepenkerlbrunnen in der Waltroper Innenstadt ist eines seiner bekanntesten Werke. Paul Reding hat außerdem im Waltroper Heimatverein die Stadtgeschichte von Waltrop aufgearbeitet. Somit wurde ihm im Jahr 2010 die Auszeichnung „Bürger des Jahres 2009“ verliehen. (Bild: Heimatverein Waltrop)

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Bürger des Jahres 2010 – Friedhelm Heinrich

Friedhelm_Heinrich_-_Quelle_-_Weltladen_300Friedhelm Heinrich, der gelernte Schlosser und spätere Vertriebsleiter für Fernwärme-Rohre, heiratete 1962 seine Frau Regina, seit 1971 lebt er in Waltrop. 1979 gründete Friedhelm Heinrich mit Pfarrer Wilhelm Lammers, Franz Kastilan, Karl-Heinz Wiepen und Reinhard Menke den „3.Welt-Laden“, heute der „Weltladen“. Bis 2007 war er Vorstandsmitglied im Weltladenteam. Herr Heinrich war ein Mann der ersten Stunde. Viel Engagement und Arbeit steckte er in diesen Laden und brachte Waltrop so auf den Weg zur Auszeichnung als „Fairtrade-Stadt“. Friedhelm Heinrich nahm die Auszeichnung als „Bürger des Jahres 2010“ im Namen des ganzen Weltladen-Teams an. Weiterhin engagiert er sich für den gerechten Ausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern und bemüht sich um eine veränderte Einstellung der Waltroper zum fairen Handel. 


Bürgerinnen des Jahres 2011 – Gabriele Häßner und Ursula Kleinebudde

Ursula Kleinebudde und Gabriele Häßner gründeten 1996 die Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“ in Waltrop. Seit mehr als 16 Jahren finden die Treffen regelmäßig statt. Dort tauschen sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit Krebs aus. Ganz wichtig sind aber auch gemeinsame Aktivitäten, denn die Krankheit steht keinesfalls im Vordergrund – das Motto der Selbsthilfegruppe lautet „Lachen verbindet“! Die „Frauen nach Krebs“ aus Waltrop, Lünen, Brambauer, Selm, Olfen und Ickern treffen sich jeden zweiten Montag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Waltroper AWO-Seniorenzentrum an der Dortmunder Straße 146. Für diese sozialen Dienste und die persönliche Unterstützung für zahlreiche Erkrankte wurde Gabriele Häßner und Ursula Kleinebudde stellvertretend für alle Selbsthilfegruppen die Auszeichnung „Bürgerinnen des Jahres 2011“ verliehen. (Bild: Stadt Waltrop) 

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Bürger des Jahres 2012 – Peter Rosa

Peter Rosa ist in Leipzig aufgewachsen und 1961 kurz vor dem Bau der Berliner Mauer in den Westen mit seiner Mutter geflohen. Schließlich fand er seine Heimat in Waltrop. Er absolvierte eine Lehre als Bauschlosser, arbeitete bei Opel in Bochum und ging dann 1978 zur Waltroper Feuerwehr. Seit 1958 begleitet ihn die ehrenamtliche Arbeit beim DRK in den Tätigkeiten des Schulsanitätsdienstes, Gruppenführers, Zugführers, Bereitschaftsführers und Rot-Kreuz-Leiters. Mittlerweile hat er die leitende Tätigkeit beim Roten Kreuz abgelegt, bleibt dem Verein aber als Blutspendebeauftragter erhalten. Sein 50-jähriges Engagement für das Rote Kreuz und die Waltroper Bürger wurde mit der Auszeichnung „Bürger des Jahres 2012“ geehrt. (Bild: Stadt Waltrop)

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Bürger des Jahres 2013 - Bernhard Heckmann


Seit 1963 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Waltrop, ab 1970 dazu „hauptamtlicher Feuerwehrmann“, Stadtbrandmeister, Leiter der gesamten Feuerwehr, Sprecher der Ehrenabteilung, Vorstandsmitglied im Heimatverein, jahrelange Tätigkeit als Jugendschöffe – das ist die beeindruckende Bilanz über fünfzigjährigen, ehrenamtlichen Engagements eines Mannes, der in Waltrop gut und gerne „Mr. Feuerwehr“ genannt werden kann - Bernhard Heckmann. Anlässlich seiner beeindruckenden Leistungen fand am 6. April 2014 seine Auszeichnung zum „Bürger des Jahres 2013“ statt. Fast 200 Gäste waren gekommen, um zu gratulieren, zu feiern, aber auch um „Danke“ zu sagen. „Danke“ für viele gemeinsame Stunden, in denen Bernhard Heckmann mit seiner bekannten Art hunderte Menschen begeisterte (Foto: Stadt Waltrop).


Bürger des Jahres 2014 - Heinz Briefs und Josef Schlierkamp

Buerger des Jahres 2014 340pxHeinz Briefs und Josef Schlierkamp sind Waltrops Bürger des Jahres 2014. Sie wurden für ihr soziales Engagement ausgezeichnet und dafür, dass sie Freunden der Kultur eine Möglichkeit des Austausches und gemeinsam erlebte Kulturereignisse ermöglichen. Briefs und Schlierkamp haben mit der Initiative „Kirche und Kultur“ ein Netzwerk für Theater-, Museums-, Konzert- oder Opernbesuche geschaffen, in dem sich Menschen bei gemeinsamen Ausflügen in die regionale Kulturlandschaft begegnen, die sie allein – ohne die Gleichgesinnten in der jeweiligen Reisegruppe an ihrer Seite – oftmals nicht unternommen hätten. „Dieses Angebot kann besonders Menschen ansprechen, die kulturell interessiert sind und dabei Andere suchen, mit denen sie ihr Interesse teilen und sich austauschen können“, umschreibt Josef Schlierkamp das Angebot. Seit über zehn Jahren bringen Briefs und Schlierkamp Menschen zusammen: Die Beiden haben immer wieder feststellen können, dass Menschen durch die gemeinsamen Besuche kultureller Veranstaltungen freundschaftliche Kontakte untereinander aufgebaut haben (Foto: Stadt Waltrop).


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Bürger des Jahres 2015 - Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker

Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker wurden von der Stadt Waltrop am Ehrenamtstag 2016 zu Bürgern des Jahres 2015 ernannt. Die Laudatio hielt Pastoralreferentin Hedwig Leser. Das Leitmotiv ihrer Rede passte zum bürgerschaftlichen Engagement der Geehrten: „Gemeinsam sind wir stark“. Geehrt wurden Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker für ihr unermüdliches und umfangreiches soziales Engagement als Helfer, Organisatoren und Lehrer im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Frau Gaida-Greger nahm die Urkunde stellvertretend für alle Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe entgegen, Heiner Fehlker stellvertretend für alle, die sich in Waltrops Sozialkaufhaus „Der Laden“ engagieren. Maria Gaida-Greger unterstützte bereits während ihres Berufslebens die ehrenamtliche Arbeit des „Ladens“. Mit Beginn ihrer Altersteilzeit im Jahr 2013 vertiefte sie ihr ehrenamtliches Engagement, wurde zur Deutsch-Lehrerin für Geflüchtete – zuerst in den Räumen des Gemeindezentrums St. Marien, später dann in der Volkshochschule. Während des Sprachunterrichts hört Gaida-Greger auch von den alltäglichen Sorgen und Nöten der Flüchtlinge, von denen viele im „Laden“ gelöst werden können. Dort – in Waltrops Sozial-Kaufhaus - leistet Heiner Fehlker mit seinem Team seit über zehn Jahren großartige und wichtige Arbeit. Mittlerweile gibt es Sprachkurse in sieben Lerngruppen, Begleitung bei Behördengängen, zum Amtsarzt und anderen Ärzten. Es entstanden eine Kleider- und eine Möbelkammer. Ein Netzwerk aus 130 bis 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um Gaida-Greger und Fehlker macht das möglich (Foto: Stadt Waltrop).

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Bürger des Jahres 2016 - Erwin Kruszinski

Erwin Kruszinski wurde von Waltrops Bürgermeistern Nicole Moenikes am Ehrenamtstag 2017 zum Bürger des Jahres 2016 ernannt. Die Laudatio hielt Stadtrat Dr. Heinz-Josef Mußhoff. Das Leitmotiv seiner Rede passte zum bürgerschaftlichen Engagement des Geehrten: Er fand in der Geschichte vom heiligen Martin eine Analogie zum Wirken des Ur-Waltropers, lobte Kruszinski für die Solidarität mit seinen Mitmenschen und für seine Bescheidenheit. Geehrt wurde Erwin Kruszinski für umfangreiches und unermüdliches ehrenamtliches und soziales Engagement. In früheren Tagen engagierte sich der gelernte Maurer nebenberuflich in seiner Gemeinde, seit seiner Pensionierung im Jahr 2006 hat er sein ehrenamtliches Schaffen noch vermehrt. Erwin Kruszinski war und ist in der Gewerkschaftsarbeit ebenso engagiert, wie im Senioren- und Behindertenbeirat, in der ehrenamtlich geführten Bücherei, in der Reisegruppe des Sozialverbands SovD und im örtlichen Wassersport. Auch ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht war er (Foto: Markus Wessling, Waltroper Zeitung).