Gewerbepark Zeche Waltrop
Ein Riesenareal belegte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Zeche Waltrop in Brockenscheidt. Zahlreiche Gleise durchzogen das Gelände, aus mächtigen Schloten quoll dunkler Qualm. Die metallischen Strebengerüste der beiden Förder- und Materialschächte 1 und 2 standen in direktem Kontrast zu den Giebelbauten und Jugendstilhallen, die als Maschinenhalle oder Schalterhaus genutzt wurden. Dahinter standen die Kohlenwäsche und der Kühlturm.
Wer heute auf das Gelände in Brockenscheidt kommt, glaubt nicht, was einmal hier gestanden hat. Hinter der schönen Zechenmauer stehen einzig noch elf Hallen, die auf dem großen Gelände noch übrig geblieben sind und heute unter Denkmalschutz stehen. Gleich hinter dem Pförtnerhaus findet man ein Gebäude aus den 50er Jahren, die Milchbar. Dahinter folgen Schalterhaus und Maschinenhalle, weiter zurück die Lohnhalle und der Lokschuppen samt altem Verwaltungsgebäude.
Keine Spur mehr von den vielen Gleisanlagen, keine Gerüste und keine Schlote mehr. Dennoch wirkt das Gelände lebendig. Die Gebäude haben ein aufpoliertes Antlitz bekommen, innen werkeln wieder wie damals viele Menschen. Doch die Nutzung der Hallen ist eine andere. Oben auf der Halde treffen sich Ausflügler, um den Blick über Brockenscheidt bis hinaus nach Brambauer zu genießen. Dreht man sich wieder um, dominiert das Hallen-Ensemble.
