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Auf dem Bild: Gleichstellungsbeauftragte Sandra Hilse und Referent Lothar Schulz vom Weißen Ring (Foto: Stadt Waltrop).
Überschrift
„Frei leben – ohne Gewalt“- Bürgerinnen, Bürger und Vertreter der Stadtverwaltung folgen der Einladung von Nicole Moenikes und Sandra Hilse
Datum
22.11.2016
Meldung

Gewalt gegen Frauen ist eine gesellschaftliche Realität – die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, war das Ziel der Fahnenaktion „Nein zu Gewalt an Frauen“ am Montag, den 21. November 2016.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung folgten der Einladung von Bürgermeisterin Nicole Moenikes und der Gleichstellungsbeauftragten Sandra Hilse und setzten mit drei Bannern der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes in den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch vor dem Rathaus gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt.

Unter dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ lassen jedes Jahr weltweit Institutionen und Gruppen rund um den 25. November die Fahnen vor öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden wehen. „In diesem Jahr haben wir Fahnen in drei Sprachen, um deutlich zu machen, dass das Thema keine Grenzen kennt“, erklärte Bürgermeisterin Nicole Moenikes in ihrer Ansprache und erinnerte daran, dass viele der Migranten in Waltrop gerade erst vor Gewalt fliehen mussten und auf ihrem Weg nach Deutschland Gewalt erfahren haben. „Frauenrechte sind Menschenrechte“, betonte die Bürgermeisterin. „Es ist wichtig, dafür einzutreten.“

Im Anschluss an die Fahnenaktion hatten Interessierte die Gelegenheit, im Rathaus einen Vortrag zu hören: Lothar Schulz vom Weißen Ring referierte zum Thema Cybergewalt und informierte anschaulich über die Gefahren von Facebook, Twitter & Co. Cybergewalt macht auch vor Frauenhäusern nicht halt, wenn sich die Frauen nicht selbst schützen, indem sie sich auch digital abgrenzen.

45 Prozent aller Frauen und Mädchen fühlten sich schon einmal sexuell belästigt – auch im Netz. Digitale Gewalt ist dokumentierte Gewalt. Lothar Schulz zeigte auf, welche persönlichen und rechtlichen Möglichkeiten die Opfer haben, dagegen vorzugehen. In den meisten Fällen ist es alles andere als einfach, aber der Weiße Ring bietet einige Unterstützung an.

Wichtige Informationen zum Thema finden Sie unter:
www.klicksafe.de 
www.handysektor.de 
www.weisser-ring.de 
www.frauenrechte.de 
www.hilfetelefon.de 


Auf dem Bild: Gleichstellungsbeauftragte Sandra Hilse und Referent Lothar Schulz vom Weißen Ring (Foto: Stadt Waltrop).