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Auf dem Bild: Vortrag mit Matthias Müller, Foto: Stadt Waltrop, Fahnenaktion mit der Bürgermeisterin, Foto: Martin Behr, Waltroper Zeitung
Überschrift
„Frei leben – ohne Gewalt“- Fahnenaktion 2017 mit anschließendem Vortrag
Datum
23.11.2017
Meldung

 

Gewalt gegen Frauen ist eine gesellschaftliche Realität  –  die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, war das Ziel der Fahnenaktion anlässlich des internationalen Gedenktags „Nein zu Gewalt an Frauen“. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung folgten heute der Einladung von Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes und der Gleichstellungsbeauftragten Sandra Hilse und setzten mit drei Bannern der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes in den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch vor dem Rathaus gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt.

Unter dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ lassen jedes Jahr weltweit Institutionen und Gruppen rund um den 25. November die Fahnen vor öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden wehen. Bürgermeisterin Nicole Moenikes ging in ihrer Ansprache auch auf das Schwerpunktthema von Terre des Femmes in diesem Jahr ein: die weibliche Genitalverstümmelung. Dabei nannte sie auch die erschütternden Zahlen der Frauenrechtsorganisation und gestand: „Das macht Gänsehaut!“

Laut Unicef sind weltweit mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen betroffen.

  • Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen und junge Frauen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag und alle 11 Sekunden ein Mädchen
  • In Deutschland sind mehr als 58.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und mindestens 13.000 Mädchen gefährdet 

Terre des Femmes fordert deshalb:

  • die Aufnahme von weiblicher Genitalverstümmelung in verpflichtende Aus- und Weiterbildung für relevantes Fachpersonal aus medizinischen, pädagogischen, sozialen, juristischen Berufsfeldern und für Angestellte der Kinder- und Jugendhilfe;
  • Bundesweit, flächendeckend und ausreichend spezialisierte Beratungsstellen und psychosoziale Hilfsangebote für Betroffene und Gefährdete;
  • Kultur- und Sprachmittlerinnen müssen in die Beratungsangebote integriert sein. 

Im Anschluss an die Fahnenaktion hatten Interessierte die Gelegenheit, im Rathaus einen Vortrag zu hören: Matthias Müller vom Caritasverband Herten referierte zum Thema  „Echte Männer reden“ und informierte anschaulich über seine Beratungsmethoden für Männer in Krisen- und Gewaltsituationen.

Zur Einführung in das Thema sah die Teilnehmerrunde einen Beitrag über den Spielfilm „Die Festung“. Darin spielt der bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer einen gewalttätigen Vater, der aus einer Therapie zurück in die Familie kommt.

Wichtige Informationen zum Thema  finden Sie unter:
www.frauenrechte.de
www.echte-maenner-reden.de
www.hilfetelefon.de


Ihre Ansprechpartnerin:
Sandra Hilse
Gleichstellungsbeauftragte
E-Mail: Sandra.Hilse@waltrop.de
Tel.: 02309 930 347


Auf dem Bild: Vortrag mit Matthias Müller (oben - Foto: Stadt Waltrop) und Fahnenaktion mit der Bürgermeisterin (unten - Foto: Martin Behr, Waltroper Zeitung)